Grußwort von Mechthild Pingler

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich grüße Sie herzlich von der Agentur für Arbeit Hamburg. Für viele Frauen ist Existenzgründung eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Gerade hat unser Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erhoben, dass 70 % aller Menschen, die eine Förderung zur Existenzgründung von der Bundesagentur erhalten haben, erfolgreich waren und in ihrer Gründung bleiben. Das zeigt die gute Wirkung dieses Instrumentes. Als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Hamburg ist es mir wichtig, dass Frauen ihre beruflichen Chancen kennen und nutzen. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich Sie heute hier begrüßen darf und dass wir Sie an unserem Infotisch informieren können. Der Anteil der Frauen an den Existenzgründungen wächst bundesweit und hat schon fast ein Drittel erreicht. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt.

Bei den geförderten Existenzgründungen der Agentur für Arbeit Hamburg hatten die Frauen 2006 einen Anteil von 44,4 %. Dieser Anteil konnte im Vergleich zu 2005 um 4,6 % gesteigert werden. Nach dem Sozialgesetzbuch III sollen Frauen entsprechend ihrer relativen Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit gefördert werden. Diese Förderquote liegt bei 40,5 %. Das wir gerade in einem Bereich, in dem Frauen insgesamt noch unterpräsentiert sind, ein Ergebnis über der Förderquote erreicht haben, erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

Frauen gründen anders als Männer. Viele Frauen gründen kleiner und haben weniger Eigenkapital. Frauen gründen, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Das geschieht oft nach einer Familienpause im Alter zwischen 35 und 55. Diese Frauen haben in der Familienphase viele Kompetenzen erworben, die neben dem Fachwissen für eine Existenzgründung sehr nützlich sind. Dies sollten sich die Frauen bewusst machen.
Frauen gründen natürlich auch, um wirtschaftlich unabhängig und ihre eigene Chefin zu sein.
Ich möchte Frauen Mut machen, eine Existenzgründung in Angriff zu nehmen. Ich möchte diesen Frauen aber auch dringend raten, sorgfältig zu planen und sich gründlich zu informieren, damit sie eine gute "passgenaue" Entscheidung für ihre persönliche Situation treffen können.
Die Agentur für Arbeit fördert die Existenzgründung von Arbeitslosen "Arbeitslosengeld I- Empfängerinnen" mit Trainingsmaßnahmen im Vorfeld, Gründungszuschuss und Coaching.
Auch für zukünftige Arbeitgeberinnen, die Arbeitslose Frauen und Männer einstellen, gibt es Leistungen, z.B. Eingliederungszuschuss bei Neugründungen.

Wir informieren Sie gerne an unserem Infotisch und haben für Sie auch einige Broschüren mitgebracht. Für Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen steht neben uns ein Infotisch der "Team-Arbeit Hamburg" (ARGE ) bereit.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute viele neue Informationen bekommen und sich daraus für Sie eine tolle Idee entwickelt!

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.